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Behörden schlagen zu: Großrazzia im Rhein-Main-Gebiet gegen organisiertes illegales Online-Glücksspiel

Ben Schwarz · Oct 23, 2026

Behörden schlagen zu: Großrazzia im Rhein-Main-Gebiet gegen organisiertes illegales Online-Glücksspiel

Polizeieinsatz bei der Razzia im Rhein-Main-Gebiet am 22. Oktober 2026 mit Beamten vor mehreren Gebäuden

Am 22. Oktober 2026 führten Ermittler im Rhein-Main-Gebiet eine groß angelegte Operation durch, bei der 11 Objekte durchsucht und ein zentraler Verdächtiger festgenommen wurden, während die Ermittlungen über drei Jahre im Geheimen liefen, und die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main inzwischen fünf Personen wegen gewerbsmäßigen und organisierten illegalen Online-Glücksspiels mit virtuellen Automatenspielen ohne deutsche Lizenz seit mindestens Juli 2021 ins Visier nimmt.

Details der Ermittlungen und des Einsatzes

Mehr als 100 Beamte waren an den Durchsuchungen beteiligt, die auf Grundlage langjähriger verdeckter Ermittlungen erfolgten, und dabei standen Spieleinsätze in Höhe von rund 5,86 Milliarden Euro zwischen Juli 2021 und Ende 2023 im Fokus, während zugleich ein Steuerausfall von etwa 77,6 Millionen Euro allein für das Jahr 2024 vermutet wird, weil die Plattformen ohne erforderliche Genehmigungen betrieben worden sein sollen.

Die Vorwürfe richten sich gegen ein Netzwerk, das virtuelle Slot-Maschinen ohne die in Deutschland vorgeschriebenen Lizenzen anbot, und die Ermittler konnten über Jahre hinweg Daten sammeln, die den organisierten Charakter der Aktivitäten belegen, sodass nun Anklagen wegen gewerbsmäßigen illegalen Glücksspiels sowie Steuerhinterziehung vorbereitet werden.

Umfang der finanziellen Transaktionen

Zwischen Juli 2021 und Ende 2023 flossen nach Angaben der Ermittler etwa 5,86 Milliarden Euro an Einsätzen durch die fraglichen Plattformen, wobei die Behörden davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil dieser Summen ohne die notwendigen regulatorischen Voraussetzungen generiert wurde, und parallel dazu wird ein Steuerschaden von 77,6 Millionen Euro für 2024 kalkuliert, der aus nicht abgeführten Abgaben resultieren soll.

Die Untersuchungen konzentrieren sich auf fünf Beschuldigte, von denen einer bei der Razzia festgenommen wurde, und die übrigen Personen werden weiterhin observiert, während die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main die Federführung bei der Aufklärung der grenzüberschreitenden Strukturen innehat.

Durchsuchungsteam bei der Sicherstellung von Beweismitteln während der Operation gegen illegales Online-Glücksspiel

Hintergründe der verdeckten Ermittlungen

Bereits seit Juli 2021 liefen die verdeckten Ermittlungen, die erst im Oktober 2026 zur offenen Phase übergingen, und in dieser Zeit konnten die Ermittler umfangreiche Beweise sichern, die den kommerziellen Betrieb der nicht lizenzierten Angebote dokumentieren, sodass nun auch internationale Verbindungen geprüft werden.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Plattformen gezielt auf deutsche Nutzer ausgerichtet waren, obwohl keine entsprechenden Lizenzen vorlagen, und die finanziellen Dimensionen mit 5,86 Milliarden Euro an Einsätzen verdeutlichen das Ausmaß der mutmaßlichen Aktivitäten, während der Steuerausfall von 77,6 Millionen Euro für 2024 die wirtschaftlichen Folgen für den Staatshaushalt aufzeigt.

Nächste Schritte im Verfahren

Nach den Durchsuchungen und der Festnahme eines Hauptverdächtigen prüft die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main nun die erhobenen Beweise, um Anklage zu erheben, und weitere Ermittlungen laufen, um mögliche weitere Beteiligte zu identifizieren, während die betroffenen Personen mit erheblichen rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.

Fazit

Die Operation am 22. Oktober 2026 markiert einen vorläufigen Höhepunkt der über dreijährigen Ermittlungen gegen illegales Online-Glücksspiel im Rhein-Main-Gebiet, wobei die sichergestellten Daten und die festgestellten Transaktionsvolumina von 5,86 Milliarden Euro sowie der vermutete Steuerschaden von 77,6 Millionen Euro die Grundlage für das weitere Verfahren bilden, und die Behörden setzen ihre Arbeit an der Aufklärung der Strukturen fort.